Geschichte_KKT So fing es an…

Ein kleiner historischer Rückblick

Die Geschichte des KKT begann mit einer Babygruppe im Münchner Stadtteil Neuperlach. Für sechs Kinder im Alter von 2-8 Monaten gründeten Eltern 1973 einen Verein und mieteten eine Drei-Zimmer-Wochnung. Nach Ende dieses Projektes 1977 baut der Verein seine beratende und koordinierende Funktion aus. Die Ideen und Erfahrungen werden an andere Gruppen weitergegeben, bis der Verein Mitte der achtziger Jahre eine Kontakt- und Beratungsstelle aufbaut.

1973  Vereinsgründung im Zusammenhang mit der Gründung der ersten Elterninitiative „Babygruppe Neuperlach“

Das Ziel der Eltern war es , ihren Kleinkindern während der Arbeitszeit eine optimale Betreuung und eine frühzeitige Gruppenerfahrung zu bieten. Ein eigenes Konzept wurde entwickelt, weil die öffentlichen Einrichtungen nicht den pädagogischen Vorstellungen der Eltern und Betreuerinnen entsprachen. Damit die Kinder auch weiterhin zusammen betreut werden können, wurde nach einem Kindergarten gesucht, der alle Kinder gemeinsam aufnimmt und außerdem ein entsprechendes pädagogisches Konzept hat. Die Suche blieb ergebnislos und so planten die Eltern ein Kinderhaus mit Kindern aller Altersgruppen. Die Unterstützung der Behörden blieb allerdings aus und man musste das Projekt beenden.

1977

Die Kindergruppe schloss, der Verein blieb aber bestehen. Es entstand eine Dokumentation, die gleichzeitig als Grundlage für zukünftige Beratungsarbeit dienen sollte. Engagierte Eltern wollten ihre Erfahrungen an andere Eltern weitergeben. Die nächste Kleinkindergruppe wurde dann von Eltern in Zusammenarbeit mit dem KKT gegründet, weitere Gründungen folgten.

1982

Zu diesem Zeitpunkt sind dem Verein 22 Gruppen angeschlossen. Es wurde notwendig ein Büro einzurichten, um den vielen Anfragen gerecht zu werden. Erfahrungen wurden ausgetauscht. Hilfe und Beratung wurde bei der Gründung und Weiterführung der Eltern-Initiativen angeboten.

1985

Begründer Heino Burger  gibt den Vorstand ab. Eltern und Bezugspersonen übernehmen den Verein und bauen die Kontakt- und Beratungsstelle auf, die nun ihren Mitgliedsorganisationen verschiedenste Dienstleistungen wie Beratung, Personalverwaltung und Gehaltsabrechnung anbietet. Es wird ein Antrag auf finanzielle Unterstützung im Rahmen der Selbsthilfe beim Sozialreferat der Stadt München gestellt. Er wird bewilligt.

1986

Ab diesem Zeitpunkt wird  der KKT e.V. vier Jahre über den Selbsthilfefond bezuschusst. (Zuschuss 1986: DM 79.000). Der Verein wird Mitglied im Trägerverein des Selbsthilfezentrums (FÖSS). Er zieht in angemietete Räume in die Schwanthaler Straße, es  können jetzt drei Frauen, die bisher ehrenamtlich gearbeitet hatten, angestellt werden, später kommt noch eine vierte hinzu. Verschiedene Eltern und Bezugspersonen arbeiten weiterhin ehrenamtlich.

1990

Der Verein wird in die Regelförderung des Stadtjugendamts übernommen. Der Weg dahin war allerdings mit einigen Schwierigkeiten gepflastert. Der Verein bestand weiterhin auf seiner Konzeption: Beratungsarbeit für die Eltern und Gruppen und unabhängige Interessensvertretung der Mitglieder – und war letztendlich erfolgreich.

1991/92 

Es entstehen in den Schulen Mittagsbetreuungsgruppen  die von Eltern selbst organisiert werden. Die Gruppen treten an den KKT heran mit der Bitte um Hilfe und Unterstützung bei der Gründung, Organisation und Personalverwaltung. Der KKT nimmt diese neue Herausforderung an und die Mittagsbetreuungen werden als Mitgliedsorganisationen in ihrer Arbeit unterstützt.

40 Jahre KKTIm Juni 2013

feiert der KKT sein vierzigjähriges Bestehen mit einem großen Familienfest gemeinsam mit den Mitgliedsorganisationen auf der Theresienhöhe. 410 Initiativen sind Mitglied im Verein; sie stellen 13.800 Betreuungsplätze zur Verfügung.

 

Und so sieht es 2016 aus

  • 630 altersgemischte Kindergruppen, Spielgruppen, Kindergartengruppen,
    betriebsnahe Elterninitiativen, Schülerhorte und Mittagsbetreuungen an Grundschulen.
  • Über 15.000 Betreuuungsplätze für Kinder von 0-12 Jahren stellen diese Gruppen zur Verfügung.
  • Über 1000 Arbeitsplätze wurden von Eltern geschaffen.