Integrationsplatz, Integrationseinrichtung, Inklusionseinrichtung in München

Oft erreichen uns Fragen zum Thema „wie kann man einen Integrationsplatz einrichten“ oder „wie kann man eine integrative Einrichtung werden“, „wo finde ich einen Integrationsplatz für mein Kind?“ oder „was ist den nun der Unterschied zwischen Integration und Inklusion?“.

Im Dezember 2006 hat die UN-Generalversammlung das „Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen“ (kurz UN-BRK), sowie das dazugehörige Zusatzprotokoll angenommen. Deutschland hat beides Anfang 2009 ratifiziert, also für sein Land als rechtskräftig erklärt. Somit konkretisiert die UN-BRK die universellen Menschenrechte, bezogen auf die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung. Wichtig ist, dass sich das Konzept der Inklusion grundlegend von dem der Integration unterscheidet.

Was ist Integration?

Inklusion

Das Wort Integration kommt aus dem Lateinischen von integratio und meint Wiederherstellung eines Ganzen. Das Wort beinhaltet also eine vorangegangene Trennung. Es beschreibt ein System, in dem die Kinder erst kategorisiert werden in „normale“ und „behinderte“ oder „andere“ Kinder und dann in einen Regelkindergarten oder eine Sondereinrichtung gehen bzw. teilweise in einen Regelkindergarten integriert werden. Doch (noch) nicht jedes Kind kann darauf zurückgreifen. Meist steckt ein großes Engagement von Seiten der Eltern und der Pädagogen_innen/Lehrer_innen dahinter, einzelne Kinder in Regeleinrichtungen zu integrieren. Zudem geht man in Integrationskonzepten davon aus, dass sich der Mensch an bestehende gesellschaftliche Strukturen anpasst – sich einfügt.

Was ist Inklusion?

InklusionBeim Konzept der Inklusion kommt es darauf an, die Strukturen so zu schaffen, dass jeder Mensch von Anfang an teilhaben kann. Es muss sich also nicht nur der einzelne Mensch, sondern es müssen sich auch die Gegebenheiten in unserer Gesellschaft ändern. Für die Kinder würde das heißen, dass alle Kinder gemeinsam in die nächstgelegene Kindertageseinrichtung und später Schule gehen.

Und alle Kinder meint alle Kinder.

Denn, wenn man über eine inklusive Pädagogik spricht, ist es eine logische Konsequenz, dass alle Kinder in den Blick genommen werden. Also auch Kinder mit Flucht-Erfahrung, multikulturellem Hintergrund, Kinder, die von Armut betroffen sind, verschiedenen Religionen angehören und in unterschiedlichen Familien-Konstellationen aufwachsen.

 

Inklusion heißt, für jedes Kind gute Rahmenbedingungen zu schaffen, dass es von Anfang an teilhaben kann.

Wenn Sie sich als Krippe, Kindergarten oder Hort auf den Weg der Inklusion machen wollen, als Eltern Rat suchen oder interessiert sind was sich hinter der Inklusion verbirgt, dann finden Sie auf dieser Seite ein paar Adressen, die Ihnen weiterhelfen.

 

cropped-Kringel_Favicon.png Für weitere, konkrete Fragen können Sie sich gerne an unsere Ansprechpartnerinnen wenden.

Alle Einrichtungen die nach BayKiBiG gefördert sind betreut in den Fragen bzgl. der Finanzierung von Integrationsplätzen Silke Rudolph und bzgl. der inklusiven Pädagogik stehen Ihnen Nicole Weßling und Stephanie Haan für Fragen zur Verfügung. Wenn Sie in einer Mittagsbetreuung tätig sind, wenden Sie sich bitte an Petra Novi.

(Stand: April 2016)